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Mini PC: Zotac Zbox nano CI520 im Test

Völlige Lautlosigkeit bei voller Geschwindigkeit? Die Zotac ZBOX nano CI520 klingt verlockend. Aber wie schlägt sich der Mini-PC in der Praxis?

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Leiser als Flüstern

Eigentlich sieht die Zbox Nano von Zotac eher nach einem Router als einem Mini-PC aus. Grund dafür ist die beiliegende WLAN-Antenne. Ansonsten ist der Mini-PC komplett aus Kunststoff und matt schwarz. Für einen Mini-PC ist das Gerät mit knapp 13 Zentimetern in der Länge und Breite eher groß, wobei nicht vergessen werden darf, dass die Zbox komplett ohne aktiven Lüfter auskommt, also geräuschlos arbeitet. Die Wabenstruktur der Oberfläche ist Geschmackssache.

Das Innenleben ist aber ein gänzlich anderes. Angetrieben von einem Intel Core i3-4020Y (1,5 GHz). Neben vier USB 3.0-Anschlüssen sowie zwei USB 2.0-Ports bringt die Zotax Zbox auch noch eSATA, Gigabit-LAN, einen Displayport, einen HDMI-Anschluss(1.4a) sowie Kopfhörer und Mikrofon-Anschlüsse mit. Mit dem integrierten Cardreader hebt sich Zotac bei der Ausstattung etwas über die Konkurrenz im Preisbereich bis 400 Euro. Bluetooth 4.0 ist natürlich ebenfalls mit dabei. Die Ausstattung ist insgesamt überdurchschnittlich.

In der Grundausstattung ist die Zbox kein komplettes System. Arbeitsspeicher und Festplatte fehlen. Allerdings gibt es den Mini-PC auch in einer Plus-Variante mit 64 Gigabyte SSD und vier Gigabyte Arbeitsspeicher. Ein Betriebssystem liegt nicht bei.

Der große Pluspunkt der Zbox – die Lautlosigkeit – wird durch ein geschicktes, passives Kühlsystem erreicht. Auch die Wabenstruktur der Oberfläche sorgt für einen besseren Wärmeabtransport. Das System wirkt: Auch bei Vollauslastung wird der Prozessor nicht wärmer als 82 Grad (100 Grad sind laut Intel die Obergrenze). Bei zu hoher Wärme taktet sich der Prozessor selbst herunter.

Stromverbrauch und Geschwindigkeit

Der verbaute Prozessor (Intel Core i3 4020Y) birgt Vor- und Nachteile. Zum einen ist die Leistungsaufnahme sehr gering. Sie liegt mit 5 Watt (Idle) und knapp 12 Watt (3D-Benchmark) sehr niedrig – der Dauereinsatz belastet den Geldbeutel also nicht zu sehr.

Allerdings ist der Prozessor mit dem Y am Ende etwas langsamer, als seine Brüder und Schwestern von Intel. Für die meisten Anwender ist das kein Problem: Streamen von Full-HD-Inhalten, Surfen, Office-Anwendungen – all das ist ein Klacks für die Zbox. Neue Games schafft der Barebone kaum ruckelfrei darzustellen – die Onboard-Grafikkarte gehört einfach nicht mehr zur neusten Generation.

Für einen Mini-PC ist die Leistungsfähigkeit trotzdem mehr als ordentlich und liegt etwa auf dem Niveau von preiswerten Notebooks oder leistungsstarken Tablets.

Fazit: Zotac Zbox nano CI520 im Test

Wer einen lautlosen und vielseitig einsatzbaren Multimedia-Mini-PC mit guter Ausstattung sucht, der kann ohne Bedenken zur ZBox greifen. Das Kühlkonzept ist durchdacht und auch der Stromverbrauch geht in Ordnung. Lediglich die Leistung hinkt hinter Modellen gleichen Preises etwas hinterher. Der Prozessor der vierten Generation ist etwas zu alt, um mit den neuen Intel-Prozessoren (Broadwell, Skylake) mithalten zu können. Trotzdem ist der Zotac Zbox nano CI540 Barebone-PC keineswegs langsam und – was nicht alle behaupten können – komplett lautlos.

Eine preiswerte Alternative ist übrigens der ZOTAC ZBOX-BI320-E auf Basis eines Celeron – das Barebone-System kostet nur etwas mehr als 100 Euro, ein Test hier bei Mini-PC-Tests.de ist in Vorbereitung.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Sehr gute Ausstattung
  • Gute Leistung dank Core-i5-Prozessor
  • Lautlos (kein Lüfter verbaut)
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Kein USB 3.0
  • Spürbare, aber noch moderate Wärmeentwicklung

Ergänzende Ressourcen zu dem Mini-PC:

Video-Test zum Zotac Zbox nano CI540

ZOTAC ZBOX CI540 nano (PL) from ZOTAC on Vimeo.

(Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein, Bildquelle: Amazon/Zotac)