Mini-PC Pipo X8 01

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Mini PC: Pipo X8 im Test

Der taiwanische Hersteller Pipo hat sich bis jetzt hauptsächlich auf Tablets spezialisiert. Mit dem Pipo X8 Mini-PC will man nun die Vorteile eines Tablets mit denen eines Mini-PCs verbinden.

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Die Ausstattung

Der Pipo X8 ist nicht nur ein Hybrid zwischen Tablet und Mini-PC, er beherbergt auch zwei Betriebssysteme. Neben Windows (8.1) ist auch Android (4.4) bereits vorinstalliert. Das Kassendesign des Pipo X8 wirkt zunächst merkwürdig, hat aber einen architektonischen Zweck. Durch das abgeschrägte Display lässt sich der Mini-PC auch an Tischen ideal bedienen. Das Display selbst ist ein 7“-IPS-Bildschirm mit HD-Auflösung (1280×800).

Neben einem Intel Quadcore-Prozessor (Z3736F) auf Atom-Basis, der hauptsächlich bei Tablets Verwendung findet, kann der Pipo X8 auch noch zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und wahlweise 32 oder 64 Gigabyte Flashspeicher (erweiterbar durch einen Micro SD-Slot) bieten.

An Anschlussmöglichkeiten bietet das Gerät vier USB-2.0-Ports, einen HDMI-Ausgang, einen Micro-USB-Port und einen Ethernet-Anschluss. Die Lautsprecher sind links und rechts am Gehäuse integriert. Neben Bluetooth 4.0 sorgt eine WLAN-Antenne für die benötigte Konnektivität. Die Maße betragen knapp 18 Zentimeter in der Breite und etwa zwölf Zentimeter in der Länge. An der höchsten Stelle misst der Pipo X8 knapp sechs Zentimeter.

Pipo im täglichen Test

Das Betätigen des Power-Knopfs stellt den Benutzer nach wenigen Sekunden vor die Wahl: Windows oder Android. Das Dual-OS ist eine gute Idee, beschränkt den allerdings sowieso schon knapp bemessenen Speicherplatz. Immerhin laufen beide Betriebssysteme aber absolut flüssig. Die Touchscreen-Bedienung funktioniert problemlos.

Das Display selbst ist ordentlich. Der Blickwinkel ist dank IPS-Technologie stabil, die Farben authentisch und die Auflösung ausreichend. Lediglich etwas heller könnte der Bildschirm sein.

Streaming in Full-HD-Auflösung ist ohne Einbrüche der Framerate möglich. Als Office-PC macht der Pipo X8 stets eine gute Figur. Kleinere Spiele (sowohl unter Android, als auch unter Windows) meistert der Mini-PC ebenfalls. Komplexere Aufgaben stellen den Pipo allerdings vor unlösbare Probleme. Nicht nur der Prozessor, sondern auch der kleine Arbeitsspeicher erweist sich hier als Falschenhals.

Die aktive Kühlung arbeitet durchgängig, aber nahezu lautlos. Im Stresstest zeigt sich, dass die Lüftung nicht das Optimum darstellt. Schon nach wenigen Minuten steigt die Temperatur stark an, im Dauerbetrieb unter Volllast werden um die 80 Grad erreicht. Das ist zwar unkritisch, aber es ist anzunehmen, dass die Temperatur mit zunehmender Lebensdauer ansteigt.

Der Stromverbrauch liegt auf niedrigem Niveau. Den sechs Watt im Idle-Modus stehen rund zwölf Watt im Stresstest gegenüber – beide Werte gehen absolut in Ordnung.

Fazit: Pipo X8 im Test

Der Pipo X8 hat ein sehr interessantes Konzept. Der eingebaute Bildschirm, zwei Betriebssysteme – das alles ist ziemlich einmalig im Mini-PC-Bereich. Im Betrieb liefert das Gerät solide Performance bei moderatem Stromverbrauch. Lediglich die Wärmeentwicklung ist nicht optimal.

Insgesamt bietet der Pipo X8 ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis mit einer innovativen Architektur. Wer das Konzept ansprechend findet, darf also gerne zugreifen.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Zwei Betriebssysteme, darunter Windows 8.1
  • Innovativer Formfaktor, besonders geeignet beispielsweise für Küchen, Terminals oder Geschäfte
  • IPS-Panel
  • Leise
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Kein USB 3.0
  • Spürbare, aber noch moderate Wärmeentwicklung

Ergänzende Ressourcen zu dem Mini-PC:

Video-Test zur Pipo X8 TV Box

(Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein, Bildquelle: Amazon/Pipo/Andoer)