Intel-NUC-BB-Rock Canyon im Test

Intel-NUC-BB-Rock Canyon im Test

Intel-NUC-BB-Rock Canyon im Test

Mini PC: Intel BB Rock Canyon NUC im Test

Ein handflächengroßer Mini-PC der nicht nur schnell, sondern auch einfach zu erweitern ist? Glaubt man der Beschreibung zu Intels BB Rock Canyon aus der „NUC“-Reihe, gleicht das Gerät einer eierlegende Wollmilchsau. Ob das tatsächlich so ist, klärt der Test.

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Ausstattung: Die Qual der Wahl

Der Intel BB Rock Canyon (auch NUC genannt für „Next Unit of Computing“) ist im Handel in vier verschiedenen Spezifikationen erhältlich. Zunächst einmal teilt Intel die Geräte in i5 (Intel Core-i5 5250U) und i3 (Intel Core-i3 5010U) ein. Auf dem Papier ist der i5 rund 26 Prozent schneller als der i3. Beide Modelle gibt es jeweils noch als „High“-Version und als normale Version. Der Unterschied hier liegt aber nur in den Abmessungen – die High-Variante ist schlicht etwas höher (49 Millimeter statt 34 Millimeter). Zu erkennen ist das große Modell an einem „H“ am Ende des Produktnamens. Entsprechend sind die beiden Modelle auch preislich im selben Bereich. Einen praktischen Unterschied gibt es aber dann doch: Bei der normalen Version ist ein interner Sata-Port aufgrund der geringen Höhe blockiert. Das Design aller Modelle ist schlicht, aber durchaus schickt und elegant.

Alle Modelle kommen ohne Betriebssystem aus. Ansonsten ist die Ausstattung für einen Mini-PC üppig. Vier USB-3.0-Anschlüsse sind begrüßenswert (einer davon (gelb markiert) ist zum besonders schnellen Laden von Smartphones gedacht). Zwei weitere USB-2.0-Anschlüsse sind am Kopfbereich platziert wurden. Eine Mini-HDMI-Anschluss sowie ein Mini-Displayport sind ebenfalls mit von der Partie. Bluetooth 4.0, Gigabit-Lan, ein Infrafrot-Sensor und natürlich Intels Wireless-Display runden die gute Ausstattung ab.

Der „NUC“ ist kein Komplettsystem. Nicht im Lieferumfang sind Arbeitsspeicher und Festplatte. Heißt: Diese Komponenten müssen zusätzlich noch gekauft werden. Zwei Speicherbänke können mit insgesamt 16 Gigabyte Ram nachgerüstet werden. Als Festplatte empfiehlt sich eine SSD (M2). Bei der größeren Variante können Sie auch noch eine 2,5-Zoll-Festplatte einbauen. Die guten Erweiterungsmöglichkeiten werden durch etwas größere Maße als bei der Konkurrenz gekauft, wobei der Rock Canyon immer noch sehr klein ist.

Wie gut ist der Canyon NUC in der Praxis?

Egal für welche Variante man sich entscheidet: Bei der Geschwindigkeit bei normalen Office-Anwendungen, beim Streamen oder auch beim Surfen kann kein Unterschied festgestellt werden. Auch 4K-Inhalte sind kein Problem für die NUCs, die Bildrate bleibt stabil. Unterschiede gibt es aber bei der Grafik. Der i5-Prozessor hat eine schnellere Onboard-Grafik. Wer gelegentlich spielt, greift also besser nicht zur i3-Variante. Insgesamt bieten beide Modelle aber reichlich Leistung.

Beide Modelle haben eine geringe Leistungsaufnahme. Beim Streamen kommen beide Modelle mit knapp 15 Watt aus, im Leerlauf sind es nur ungefähr 7 Watt. Bei großer Belastung arbeitet die bessere Grafik in diesem Bereich gegen die i5-Variante. Die Leistungsaufnahme liegt hier circa 20 bis 30 Prozent höher. Allerdings leistet die schnellere Grafikeinheit auch erheblich mehr und sorgt für einen ähnlich hohen Leistungszuwachs. Insgesamt ist der Stromverbrauch angesichts der Gesamtleistung aber absolut in Ordnung.

Der Geräuschpegel ist im Normalgebrauch minimal. Wenn der Mini-PC neben dem Fernseher steht, ist er quasi nicht wahrnehmbar. Einzige Ausnahme sind Games. Hier merkt man beiden Varianten an, dass Sie nicht für derartige Spielerein gebaut wurden. Der Lüfter dreht hörbar auf.

Fazit: Intel NUC im Test

Der Intel BB Rock Canyon NUC ist ein sehr guter Mini-PC zum Nachrüsten. Mit den richtigen Komponenten bietet er massig Leistung. Klammert man Spiele aus, lohnt sich der Aufpreis für die i5-Variante aber nicht. Insgesamt ist der NUC schnell, leise, stromsparend und sieht auch noch gut aus.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Sehr gute Leistung (für diese Geräteklasse)
  • Bei Office-Anwendungen nahezu unhörbar, sonst sehr leise
  • Niedriger Energieverbrauch
  • Schlankes Design-Gehäuse
  • Kein Betriebssystem, keine Festplatte, kein Speicher

Ergänzende Ressourcen zu dem Mini-PC:

Video-Test zum Intel BB Rock Canyon

(Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein, Bildquelle: Amazon/Intel)