Intel Compute Stick im Test

Mini PC: Intel Compute Stick im Test

Intel will im Bereich Stick-Mini-PCs selbst mitmischen und bringt mit dem Compute Stick einen vollausgestatteten Mini-PC zu einem günstigen Preis auf den Markt. Aber wie rund ist das Gerät tatsächlich?

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Klein, kleiner, Compute Stick

Das soll ein vollwertiger PC sein? Nicht ganz zu Unrecht kommt man bei den Minimaßen des Compute Stick auf derartige Gedanken. Mit 103 x 37 x 12 mm ist er nur wenig größer als herkömmliche USB-Sticks. Damit ist er wesentlich kürzer als der CSL PC on a Stick, dafür aber breiter und höher. Neben dem eigentlich für Mobilgeräte ausgelegten Quad-Core-Prozessor Intel Atom Z3735F kann der Stick auch mit zwei Gigabyte Ram, 32 Gibabyte Flashspeicher und einem Betriebssystem aufwarten, wahlweise Windows 8.1 oder Windows 10.

Der Stick hat leider nur einen USB-2.0-Port eingebaut. Heißt: Wollen Sie neben einer Tastatur noch eine Maus anschließen, müssen Sie entweder auf Bluetooth umsteigen oder einen USB-Hub verwenden. Außerdem gibt es noch einen Micro-SD-Kartenslot, um die etwas schmal bemessenen 32 Gigabyte Speicher zu erweitern. Angeschlossen (oder besser eingesteckt) wird der Stick in einen HDMI-Anschluss am Fernseher oder Monitor.

Darüber hinaus ist ein WLAN-Adapter bei dem 399 Gramm schweren Compute Stick mit an Bord. Intel verspricht, dass die Stromversorgung auch per USB erfolgen kann. Ein separates Netzteil ist aber vorhanden und bei Dauernutzung auch empfohlen. Insgesamt ist die Ausstattung minimalistisch, aber auch der geringen Größe geschuldet.

Quadcore-Leistung

Auf den ersten Blick wirkt ein Quad-Core-Prozessor sehr vertrauenswürdig. Vier Prozessorkerne stehen für Leistung. Die Praxis sieht etwas anders aus. Multitasking klappt bei wenig fordernden Aufgaben zwar prima, aber sonst ist die Leistung eher mit Tablets als mit Notebooks oder Desktop-PCs vergleichbar. Das liegt daran, dass es sich um ein Modell der eher leistungsschwachen Atom-Serie handelt und nicht um einen „vollwertigen“ Core i3 oder i5.

Standardaufgaben wie HD-Videos, Surfen oder Mailen sind für den Compute Stick eine Kleinigkeit. Lediglich manche Video-Codecs bereiten dem Stick Probleme. Alles was darüber hinausgeht, erweist sich aber als Schwierigkeit. Selbst einfache Spiele wie Minceraft laufen nicht immer ruckelfrei über den Bildschirm. Auch Windows 10 macht manchmal Probleme, was aber an den „nur“ zwei Gigabyte Arbeitsspeicher liegen dürfte.

Der integrierte WLAN-Adapter ist etwas schwach. Die Verbindungsqualität ist nur mittelmäßig. Bei großen Entfernungen kann es auch hin und wieder zu Verbindungsabbrüchen kommen. Erheblich besser gefällt uns die Leistungsaufnahme. Im Idle-Modus zieht der Intel Compute Stick nur etwa 2,4 Watt aus der Steckdose. Selbst unter Volllast werden es nicht mehr als 10 Watt.

Die Wärmeentwicklung hält sich in Grenzen, auch im Dauergebrauch. Schuld ist die aktive Kühlung, die Intel dem Stick verpasst hat. Mit genügend Abstand zu einem Fernseher ist der Stick flüsterleise. Sitzt man direkt davor, ist das Gerät aber vor allem bei Videos wahrzunehmen. Trotzdem ist der Geräuschpegel absolut wohnzimmertauglich.

Fazit: Intel Compute Stick im Test

Intels Compute Stick ist eine kleine, aber durchaus potente Multimedia-Ergänzung. Zu einem kompetitiven Preis bietet der Stick zudem auch eine vollwertige Windows-Lizenz. Für den Alltagsgebrauch können wir den Stick vor allem wegen der geringen Leistungsaufnahme empfehlen. Auf Dauer fehlt dem kleinen Gerät aber ein wenig mehr Power. Die gelegentlichen WLAN-Probleme sind zudem ein Stimmungskiller. Trotzdem ist der Compute Stick ein solider Wohnzimmer-Mini-PC.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Leise, aber nicht unhörbar
  • Betriebssystem Windows 8.1 oder Windows 10
  • Stromversorgung komplett über USB möglich
  • Sehr niedriger Energieverbrauch
  • Eingeschränktes Anwendungsfeld

Ergänzende Ressourcen zu dem Mini-PC:

Video-Test zum Intel Compute Stick

(Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein, Bildquelle: Amazon/Intel)