ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC

ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC

ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC

ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC

ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC im Test

Ein Mini-PC, der gleichzeitig auch ein richtig guter Gaming PC ist, schien lange ein unerreichbarer Traum zu sein.  Aber mit großen Fortschritten bei Motherboard-Design, Systemkühlung und insbesondere GPUs ist man diesen Träumen heute schon ein großes Stück näher.

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Laut ASUS sorgen der neueste Intel Core i7-Prozessor in seinem ROG GR8 II Mini Gaming PC mit bis zu 32 GB RAM und eine NVIDIA GTX 1060 GPU für schnelles und flüssiges 2K- und Full-HD-Gaming.

Das steckt drin im ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC

Der Mini-PC von Asus (hier geht’s zur Übersicht aller getesteten Asus-Mini-PCs) ist in einer Reihe von Konfigurationen erhältlich und kostet ab etwa 1.000 Euro. Die CPU-Auswahl reicht von einem Intel Core i5-6400 bis hin zum 3,6 GHz Intel Core i7-7700, der von 8 oder 16 GB DDR4-RAM (2400/2133 MHz, auf 32 GB erweiterbar) unterstützt wird.

Eine NVIDIA GeForce GTX 1060 mit 3 GB GDDR5 ist zwar nicht die schnellste GPU, passt jedoch bequem in das Gehäuse des GR8 II (88 x 299 x 281,3 mm (BxTxH)).

Mit dem Intel-H110-Chipsatz mit niedrigerer Taktrate und einer gesperrten CPU gibt es kaum Möglichkeiten für ambitionierte Vorhaben wie Overclocking. Aber darauf kommt es bei diesem Gerät auch gar nicht an, das eindeutig für den Mainstream-Markt konzipiert ist. Es unterstützt Skylake– und Kaby-Lake-CPUs, DDR4-RAM und eine PCIe 3.0-Schnittstelle für die GPU. Zu den Speicheroptionen gehören eine 2,5 „SATA-Festplatte (500 GB bis 1 TB) und/oder eine schnellere M. 2 SSD (128 GB bis zu 512 GB). Unser Modell enthält ein 1 TB SATA-Laufwerk und 512 GB M.2 SSD, was für die meisten Gamer und für alle – bis auf die größten – Medienbibliotheken mehr als ausreichend ist.

In puncto Konnektivität präsentiert der GR8 II eine beeindruckende Auswahl für seine Größe. Eine Frontplatte unterstützt zwei USB 3.0-Anschlüsse sowie 3,5-mm-Kopfhörer- und Mikrofonbuchsen. Auf der Rückseite gibt es neben Gigabit-Ethernet WLAN (dank des 2 × 2 AC /Bluetooth-Adapters) zwei HDMI-Anschlüsse und einen Display-Port in voller Größe, zwei zusätzliche USB-3.0-Anschlüsse und einen Typ A und einen Typ C USB 3.1 Gen 2-Anschluss (mit Datenübertragungen von 10 Gbit/s). Der Audioausgang umfasst optische S/PDIF- und 3,5-mm-Lautsprecheranschlüsse und sogar Kensington-Schloss.

Das Design

Das A-förmige Gehäuse ist vertikal ausgerichtet und mit asymmetrischen Rillen und Kanten versehen, die es eindeutig als Gaming-Gerät auszeichnen. Ein bronzener Streifen an der Ober- und Vorderseite verleiht dem PC einen Hauch von Klasse. Das Design hat allerdings nicht nur eine ästhetische Funktion. ASUS hat auf diese Weise Lüftungsöffnungen in das Gehäuse integriert, die sich nahtlos in das futuristische Industriedesign des GR8 II einfügen.

Unter der Haube

Wenn man den GR8 II öffnet (über ein herausnehmbares Bedienfeld, das die Gehäuseschrauben freilegt), offenbart sich, wie kompakt er konstruiert ist. Das Motherboard präsentiert sich mit GPU, Festplatte und Wi-Fi-Adapter. Die andere Seite des Motherboards ist nicht so leicht zu erreichen. Dennoch gestalten sich RAM- und Speicher-Upgrades recht einfach.

Im Gegensatz zu anderen ASUS-Geräten ist der GR8 II nicht mit einer Reihe von Extras ausgestattet. In der Box befinden sich lediglich der PC, das Netzteil und ein paar Broschüren. Sobald man den PC einschaltet, erwachen die vorderen Lichtrohre zum Leben erweckt und starten ihre die LED-Lichtshow in sämtlichen Regenbogenfarben. Das muss man mögen, weshalb sich dieses Lichterspektakel auch deaktivieren lässt.

Anfangs ist es allerdings schon nett anzuschauen:

Da der GR8 II ASUS Lichtsteuerungen (sowie die Möglichkeit, die LEDs im BIOS zu deaktivieren) unterstützt, können die RGB-LEDs mit ein paar wenigen Klicks gelöscht werden. Alternativ kann man aus einer Vielzahl von verfügbaren Optionen ein alternatives Beleuchtungsschema auswählen. Statische Farben, verschiedene Effekte, Temperaturüberwachung und Musiksynchronisation – es gibt alles.

Was auch sofort beim Start auffällt, ist das Lüftergeräusch. Darauf muss man sich einstellen, wenn leistungsstarke Komponenten in einem kleinen Gehäuse werkeln. Asus behauptet, dass der GR8 II im Leerlauf eine Geräuschleistung von nur 23 Dezibel ausgibt. Während der PC aufwärmt, dürfte es aber um einiges lauter zugehen.  Selbst einfache Aufgaben wie die Aktualisierung der GPU-Treiber verstärken das Lüftergeräusch merklich – ähnlich wie bei einer Gaming-Konsole wie der Original-Xbox One. Beim Spielen fällt das jedoch nicht weiter auf.

ASUS bietet eine praktische Command-App, mit der sich der PC verwalten lässt, einschließlich Power Management, einiger Anwendungen, Treiber- und BIOS-Updates, USB Lock und Backup. Wer will (und die Zeit dazu hat), kann auch das Boot-Logo anpassen.

ASUS ROG GR8 II Mini Gaming PC

Mit der Command App lässt sich der Mini-PC verwalten

Ansonsten bietet der GR8 II eine ähnliche Anwendungspalette wie ein ROG-Motherboard. GameFirst IV bietet Gaming-orientierte Anwendungen und Netzwerküberwachung, es gibt ein Antiviren-Paket (Kaspersky) und Unterstützung für die ASUS RAMCACHE II-Anwendung sowie die ASUS Audio-Suiten Sonic Studio 3 und Sonic Suite 3.

Erstere ermöglicht eine präzise Steuerung der SupremeFX-Audiotechnologie des GR8 II, einschließlich des Operationsverstärkers Texas Instruments RC4580 mit einer Reihe von Studioeffekten und Equalizer-Schiebereglern. Sonic Radar 3 wird verwendet, um das Spielen zu verbessern (Cheat at), wobei ein On-Screen-Overlay die Richtung anzeigt, aus der das Gegenton stammt.

Nicht wirklich wichtig, macht aber Laune, wie das Video zeigt:

Performance

Die CPU-Leerlauftemperatur von 42 ° C bereitet zunächst etwas Sorge, ist aber angesichts der Größe des Gehäuses und des begrenzten Luftstroms verständlich – und gleichzeitig eine Erklärung für das Lüftergeräusch. Die GTX 1060 GPU läuft bei 29 ° C aus, was durchaus in Ordnung ist. Unter Stress steigt die Temperatur bis 65 ° C. Die GPU bleibt ebenfalls relativ kühl und erreicht etwa 60 ° C.

Spiele der vergangenen Jahre wie Grand Theft Auto V, Tomb Raider und Overwatch laufen bei 1080p flüssig mit einer durchschnittlichen Framerate von 55 bis 60. Weitere Optimierungen werden mit der GeForce Experience App von NVIDIA erreicht.

Schließt man den PC an einen UHD-Monitor an und startet Overwatch, kommt man auf einen Durchschnitt von 35 Bildern pro Sekunde. Das ist nicht super, aber mehr als erwartet. Für ein perfektes Gaming-Erlebnis reicht es nicht, aber in Anbetracht der Abmessungen dieses PCs ist die Leistung sehr beeindruckend.

Medien abspielen

Die Kombination aus Kaby Lake Intel Core i7-Prozessor und NVIDIA GTX 1060 GPU sorgt dafür, dass der ASUS GR8 II ein potenter HTPC ist. Die 4K HEVC/x265-Dekodierung ist dank der Hardware-GPU-Unterstützung ein Kinderspiel, so dass die Ultra-High-Definition-Videowiedergabe reibungslos läuft und den Prozessor nicht belastet.

Ein von YouTube gestreamtes 4K-Video und ein Geekbench-CPU-Score von 5107 laufen sehr gut. Der GR8 verfügt über genügend Power, um zwei simultane 1080p-Codes zu bewältigen. Kommen wir zur Medienkodierung in Handbrake. In den Standardeinstellungen verwendet die Handbrake die GTX 1060 für Codieraufgaben, was bedeutet, dass die Geschwindigkeiten auf etwa 9 Frames pro Sekunde beschränkt sind. Im BIOS könnte man jedoch den Grafikprozessor dazu bringen, die Codiergeschwindigkeiten drastisch zu erhöhen. Ohne Zugriff auf den iGPU kann Intel QuickSync-Video allerdings nicht aktiviert werden.

Fazit: Leistungsstarke Alternative zur Spielekonsole

Der Mini-Gaming-PC von ASUS macht bei einem aktuellen Spiel 60 Bilder pro Sekunde möglich. Auch als Medien-PC überzeugt die Miniaturausgabe des GR8 II mit einer erstklassigen Leistung, und nur die fehlende Intel Quick Sync Video-Unterstützung dämpft etwas die Begeisterung. Mit einigen Upgrades erhält man einen fabelhaften Mini-PC mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis für die ganze Familie, der ein paar Jahre halten sollte.

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Noch einmal die wichtigsten Daten im Überblick:

  • Für einen Mini-PC sehr leistungsstark
  • flüssiges 2K- und Full-HD-Gaming
  • Intel Core i7-Prozessor in der neusten Version
  • futuristisches Design mit LED-Lichtshow
  • geeignet für hochauflösende Videos
  • deutlich wahrnehmbare Lüftergeräusche

Ergänzende Ressourcen zu dem Mini-PC:

Feature-Video zum Asus ROG GR8 II Mini Gaming PC (kein Test)


*Preis zum Testzeitpunkt, kann mittlerweile höher sein